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Reichsstadt Isny

Isny im Allgäu :  Bei dem 1096 gegründeten Benediktinerkloster entstand eine Marktsiedlung, die 1281 Lindauer Stadtrecht erhielt. Die Bürger von Isny kauften sich 1365 für 9000 Pfund Heller von ihrem Grafen frei und ergaben sich und ihre Stadt dem Heiligen Römischen Reich, worauf Ks. Karl IV. Isny zur Reichsstadt erklärte und eine Reichssteuer von 50 Pfund Heller im Jahr festsetzte.
Isny bekam 1507 von Kg. Maximilian I. dar Münzrecht für Silbermünzen verliehen. Geprägt wurde ab 1508, mit Unterbrechungen bis 1555, dann nur noch sporadisch 1622/23 und 1695.

Das redende Wappen zeigt auf weissem Feld ein schwarzes Hufeisen (Isen wie Eisen). 1488 erhielt Isny von Ks. Friedrich III. die Wappenbesserung mit dem Adler: "Einen schwarzen Schilt darinn aufrecht ein gelber oder Goldfarbener Adler mit seinen ausgebreiten Flügeln, auf gethonem Maull und ausgeschlagner Zungen, habende auf seinem haubt ein gelbe oder goldfarbe Cron und in Mitte seiner Brust, den gemelten Schildt mit Huef Eyhsen"



Liste   nach Elisabeth Nau
mit Verweisen auf die einzelnen Münzen dieser Seite


Heller o. J. (ab 1365?), Isny.     Ø 15 mm, ca.0,4 g.   Nau 1.
Hand, auf der Handfläche ein y.   //   Gabelkreuz, in den Gabeln Punkte.


Heller o. J. (ab 1365?), Isny.     Ø 15 mm, 0,52 g.   Nau 2.
Hand, auf der Handfläche ein sechsstrahliger Stern.   //   Gabelkreuz, in den Gabeln Dreiblätter.




Münzzeitraum 1508 - 1555

Die Vorderseite zeigt definitionsgemäß die Herkunft der Münze mit Wappen bzw. Umschrift.

    Batzen und Halbbatzen mit Jz. 1508    


Batzen 1508 (4 Kreuzer), Isny.     Ø 27 mm, 3,1 g.   Nau 16 (nicht 14).
Vs.:   (Mz)ᙏOneta'◦nOVa'◦ᗭIVITAtis'◦ISnI'◦I508   -   gekrö. Adler belegt mit Hufeisenschild.
Rs.:   :GRAtia'◦ᙏAXIᙏILIani'◦ROomanorum'◦REGis'◦   Titel von Maximilian I., Römischer König
Sechsstrahliger Stern unter Adler, Sterne in den Winkeln.
Der grosse Stern der Rs. war ein Emblem des schwäbischen Städtebundes.
Die Batzenprägung in Isny beginnt 1508.
Obiges Münzzeichen (Mz) besteht aus Anker (unten), Pfeil (oben) und einem Querstrich. Es ist in Verbindung mit der Jz. 1508 während der Zeit des Münzmeisters Jörg Öberer bis 1513 eingesetzt worden.


Batzen 1508, Isny.     Ø 27 mm.   Nau 27.
Vs.:   (Mz)M◦nOV'◦ᗭIVITA'◦YSnI'◦I508   -   gekrö. Adler belegt mit Hufeisenschild.
Rs.:   GRA'◦MAXIMIL'◦RO'◦REG'   -   Sechsstrahliger Stern unter Adler, Sterne in den Winkeln.
Das "Y" wird hier als "V mit Schwanz" dargestellt.


1/2 Batzen 1508, Isny.     Jz. 158 statt 1508!   Ø 22 mm, 1,73 g.   Nau 41a.
Vs.:   (Mz)ᙏOnᗺ◦nO◦ᗭIVIT◦ISnI'◦I58   -   gekrö. Adler belegt mit Hufeisenschild.
Rs.:   GRA◦ᙏAXIᙏ◦RO'◦Rᗺ'  -  Sechsstrahliger Stern unter Adler, ohne Sterne in den Winkeln.


1/2 Batzen 1508 (2 Kreuzer), Isny.     Ø 22 mm, 1,84 g.   Nau 47; Schulten 1385.
Vs.:   MONE'.NO'.CIVIT'.ISNI'.1508 (Mz. Pfeil mit Querbalken).  -   Adler mit Hufeisen auf der Brust.
Rs.:   GRA'○MAXIM'○RO'. REG'   -   Adler über 6 strahligen Stern.
Dieser Batzen unterscheidet sich vom nachfolgenden Stück nur im Münzzeichen.


1/2 Batzen 1508 (2 Kreuzer), Isny.     Ø 22 mm, 1,8 g.   Nau vgl.39; Schulten 1385.
Vs.:   ⊕ᙏOnᗺ'◦nO'◦ᗭIVIT'◦ISnI◦1508   -   Adler mit Hufeisen auf der Brust.
Rs.:   GRA'◦ᙏAXIᙏ'◦RO'.RᗺG'   -   Adler über 6 strahligen Stern.
Nau kannte Batzen, aber keine Halbbatzen mit dem Mz. ⊕ (Kreuz im Kreis).
Alle Halbbatzen von Isni tragen die Jahreszahl 1508 (Nau 38-47).

    Einseitige Pfennige und Heller ab 1508    


Einseitiger Pfennig o. J. (ab 1508), Isny.     Ag   Ø 13,2 mm, 0,36 g.   Nau 48.
Exemplar im Münzkabinett, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Hufeisen-Schild im Kreis von 19 Perlen. Hier Variante mit Punkt in der Mitte.


Einseitiger Pfennig o. J. (ab 1508), Isny.     Ag   Ø 19,3?! mm, 0,4 g.   Nau 49.
Exemplar im Münzkabinett, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
"Breites Schild mit geschweiften Seiten, im inneren Scheitel des Hufeisens ein Punkt (auch Variante ohne Punkt). Perlrand mit 18 bis 14 Perlen." (Nau)


Einseitiger Pfennig o. J. (ab 1508), Isny.     Ø 13 mm, 0,30 g.   Nau 49var.
Hufeisen im geraden Schild, umher ein Kreis von 19 Perlen. Hier Variante mit Punkt in der Mitte.


Einseitiger Heller-Hohlpfennig o. J. (ab 1508), Isny.     Ø 13 mm, 0,21 g.   Nau 52.
Hufeisen mit abwärts gekehrten Stollen in Wulstring; neun vertiefte Nägel auf den Schenkeln.

    1/3 Güldiner 1513    


Guldiner 1513, Isny.     Nachprägung o.J. als Klippe    Ø 30 mm.   Nau vgl.53.
Vs.:   ᙏOn'◦nO' - CIVI' - ◦ISnI I5I3   -   Gekrö. Reichsschild über zwei tartschenförmigen Stadtschilden; zwischen diesen ein sechsstrahliger Stern
Rs.:   SAnᗭ - IORIV'◦   -   Reitender Hl. Georg und Drachen.

    Batzen 1515 - 1532    


Batzen 1515, Isny.     Ø 27 mm, ca.3,2 g.   Nau 57.
Vs.:   ☆ᙏOnᗺ'nOV'◦CIVIT'◦ISnI'◦I5I5:   -   gekrö. Adler belegt mit Hufeisenschild.
Vs.:   GRA'◦ᙏAXIᙏILI'◦RO'◦Rᗺ   -   Adler über 6 strahligen Stern; Sterne in den Winkeln.
Das Münzzeichen ☆ wurde 1513-1522 für Bartholomäus Widmann eingesetzt.
1515 sind die Umschriften beider Münzseiten noch in gotischer Schrift.


Batzen 1516, Isny.     Ø 27 mm, 3,23 g.   Nau 66.
Vs.:   ☆MONE⦂NOVA◦CIVIT9ISNE⚛I5I6⦂:   -   gekrö. Adler belegt mit Hufeisenschild.
Vs.:   GRA'◦ᙏAXIᙏILI'◦Rᗺ[sic!]'◦RᗺG'◦   -   Adler über 6 strahligen Stern; Sterne in den Winkeln.
1516 hier nur die Vs. in Antiqua-Schrift, dann beidseitig Antiqua, siehe nachfolgend.


Batzen 1516, Isny.     Ø <27 mm, ca.3,5 g.   Nau 72.
Vs.:   ☆MONE⦂NOVA◦CIVIT9ISNE⚛I5I6:   -   gekrö. Adler belegt mit Hufeisenschild.
Rs.:   :GRA⦂MAXIMILI◦ROM◦REG⚛:   -   Sechsstrahliger Stern unter Adler, Sterne in den Winkeln.


Batzen 1522 (4 Kreuzer), Isny.     Ø <27 mm, ca.2,9 g.   Nau 126 (nicht 124).
Vs.:   (Mz)ᙏOnᗺ:nO:ᗭIVITAT:ISnI:I522   -   gekrö. Adler belegt mit Hufeisenschild.
Rs.:   ᗺRA:ᗡAROLVS:ROᙏ:RᗺG  -  Sechsstrahliger Stern unter Adler, ohne Sterne in den Winkeln.
Begrüßung des neuen Kaisers hier in gotischer Schrift, aber auch in Antiqua.
Der grosse Stern auf der Rs. verliert seine Begleitsterne in den Winkeln.


Batzen 1528 (4 Kreuzer), Isny.     Ø 27 mm, 3,06 g.   Nau 192; Schuten 1383.
Vs.:   (Mz)*MONE*NO*CIVITATIS*ISNI*28   -   Adler mit Hufeisenschild.
Rs.:   ·*GRA*CAROLVS*ROM*REX*   -   Adler über sechsstrahliger Stern.
Das Mz. "A von einem Zainhaken durchstoßen" steht 1522-1540 für Münzmeister Albrecht Baumgartner.


Batzen 1530 (4 Kreuzer), Isny.     Ø 27 mm.   Nau 218; Schuten 1384.
Vs.:   (Mz.)*MONE*CIVITATIS*ISNENSIS*30*   -   Wappen.
Rs.:   *CAROLVS*ROMA*IMP*AVGV*   -   Adler über sechsstrahliger Stern.
Diese Batzen-Serie aus Isny ender mit der Jz. 1532.


Batzen 1531 (4 Kreuzer), Isny.     Ø 27 mm, 3,07 g   Nau 232.
Exemplar im Münzkabinett, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
(Mz.)*MONE*CIVITATIS*ISNENSIS*31   //   CAROLVS:ROMA:IMP:AVGV*


Batzen 1532 (4 Kreuzer), Isny.     Ø 27 mm, 3,06 g.   Nau 245.
Exemplar im Münzkabinett, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

(Mz.)*MONE*CIVITATIS*ISNENSIS*32*   //   *CAROLVS*ROMA*IMP*AVGV*
Diese Batzen-Serie aus Isny ender mit der Jz. 1532.

Taler 1538 - 1554


Taler 1538, Isny.     Ø 42 mm, 28,54 g.   Nau 252; Dav.9319.
Vs.:   SVB VMBRA ALARVm:TVARVm:ABSTrude:ME (Mz.)
"Unter dem Schatten deiner Flügel birg mich"
Das Münzzeichen (A von einem Zainhaken durchstoßen) steht für Münzmeister Albrecht Baumgartner.
innere Umschrift :
  MOneta:CIVITATIS· - ·ISNENSIS:I538
Feld :   Stadtwappen (gekrönter Adler mit Hufeisen auf der Brust).
Rs.:   +REDDITE QVAE SVNt:CAEsaris:CAEsari:Et:Quae:DEi:DEo
"Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist"
innere Umschrift :
  KAROLVS·V· - ROmanorum:IMperator· - AVgustus
Feld :   gekröntes Hüftbild mit Harnisch, Zepter, Schwertgriff und Vliesorden.


Doppeltaler 1540 sowie Taler 1540     41 mm.   Nau 257 & 258, Dav.9320 & 9321.
Ähnlich wie vor, aber breiteres Hüftbild und mit Jz. 1540.


Taler 1554 zu 72 Kreuzer, Isny.     Ø 40 mm, ca.31 g.   Nau 259; Dav.9322.
Vs.:   ·MON·NOV·CIVITATIS·ISNENSIS·I554 (Mz. gekreuzte Zainhacken)   -   Wappen von Isny.
Rs.:   ·CAROLI:V:IMPeratot·AVGustus·Permissa·Fieri·DECRETo:   "Ks. Karl V. erlaubte diese Münze".
Gekrönter und nimbierter Doppeladler, auf der Brust ein Reichsapfel mit der Wertangabe 72.
Diese Prägung entsprach der Reichsmünzordnung von 1551, die Gewicht und Feinheit sowie
Aussehen der Rückseite festlegte.
Weitere Stücke aus Isny sind in museum-digital:baden-württemberg zu finden.


Taler 1554 (1566)     Ø 37? mm, 29,0 g.   Nau 261; Dav.-.
·MON·NOV·CIVITATIS·ISNENSIS·I554     CAROLI:V:IMP:AVG:P:F:DECRET:
Dieses Stück galt als Fälschung, weil es gewichtsmäßig nicht zur Münzordnung von 1551 passt.
Es passt jedoch genau zu den Bestimmungen von 1566, wie E. Nau feststellte.
Nau kennt auch einen 1/4 Taler (Ø ca.35 mm, 6,485g, Nau 262) von den gleichen Stempeln.


20 Kreuzer 1554.     Ø 30 mm, 8,5 g.   Nau 263.
MO·NOV·CIVIT·ISNENSIS·I554   //   CAROLI·V·IMP·AVG·P F DECRET·
Hier als mögliche Nachprägung in Zinn im Numismatikforum gezeigt.


Groschen 1554 (3 Kreuzer).     Ø 22 mm, ca. 1,6-2,1 g.   Nau 268; Schulten 1386.
Vs.:   ⚒·MO·NO·CIVIT·ISNEI·1554   -   Stadtadler mit Wappen.
Rs.:   CAROLI·V·IMP·AVG·P·F·DECR   -   gekrö. nimbierter Doppeladler, Reichsapfel mit Wertzahl 3.


Groschen 1555 (3 Kreuzer).     Ø ca.22 mm, 2,32 g.   Nau 281.
MON·NOV·CIVIT·ISNEI·1555·   //   CAROLI·V·IMP·AVG·P·F·DEC·
Dieser Groschen-Typ wurde 1554, 1555 & o.J. geprägt (Nau 264-294).

Kreuzer o. J. (um 1554/55) Nau 295 fehlt hier.




Nachklang :  Münzen um 1623 bis 1705


Dreibätzner 1623 (12 Kreuzer).     Ø 24 mm, 2,87 g.  Nau 296.
Exemplar im Münzkabinett, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Vs.:   Stadtwappen im geschweiften Schild zwischen 16 - 23, darüber die Wertangabe ·XII·K·
Rs.:   STAT / MYNZ  in runder Kartusche.


Halbbatzen 1623 (2 Kreuzer).     Ø 18 mm, ca.0,8 g.   Nau 298.
Vs.:   ✶MON:NO.CIVI:ISNEN:16Z3   -   Stadtwappen.
Rs.:   FERD:II:D.G.RO.IMP.S.A.G.H.B.R·  -  Gekrö. Doppeladler, Reichsapfel ohne Kreuz, Wertzahl Z.


Einseitiger Cu-Pfennig o.J. (1623?).     Ø 12 mm, ca.0,5 g.   Nau 299.


Einseitiger Cu-Pfennig 1695.     Ø 12 mm, 0,53 g.   Nau 301.
Exemplar im Münzkabinett, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
Ungekrönter Stadtadler mit dem Hufeisen auf der Brust, seitlich 15 - 95.


Einseitiger Cu-Pfennig 1696.     Ø 13 mm, 0,7 g.   Nau 302.
Gekrönter Stadtadler zwischen der Jz. 16 -96.


Einseitiger Cu-Pfennig 1698.     Ø 13 mm, ca. 0,7 g.   Nau 303.
Gekrönter Stadtadler, darüber die Jahreszahl.


Kreuzer o. J. (1701-02).     Ø 14 mm, 0,50 g.   Nau 306.
Unverkennbar aus Isny, auch ohne Schrift. Wertzahl im Reichsapfel.
Von diesen Billonkreuzer wurden 1701-02 insgesamt 263971 Stück geprägt, die 1705 von dem Kreiswardein als zu gering verzeichnet wurden. Der Schwäbischen Kreis liquidiert daraufhin 1705 die Münzstätte von Isny.


Einseitiger Cu-Pfennig o. J. (1701-02).     Ø 14,7 mm, 0,71 g.   Nau 307.
Exemplar im Münzkabinett, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
Gekränter Adler, Hufeisen mit Nagellöcher.
Offenbar nur die Grösse unterscheidet ihn vom früheren einseitigen Pfennige o. J. (Nau 299).

Im Jahr 1705 mußte die Münzstätte schliessen, als Strafe für die Ausgabe minderwertiger Pfennigmünzen.




Abschluss 1732: Gemeinschaftsprägung von Isny, Leutkirch, Lindau, Wangen und Montfort


Halbkreuzer 1732.     Ø 13 mm, ca.0,44 g.   Nau 308(Isny) & Nau 14(Lindau).
Vs.:   Doppeladler auf Postament, unter großer Krone, darüber Jz. 17 - 32,
umher in Kreisen L (für Lingen), W (Wangen), Y (Isny), L (Lindau), am Postament M (Montfort).

Rs.:   1/2 (Wertangabe).
Geprägt in Langenargen, die Münzstätte der Grafschaft Montfort.


Viertelkreuzer 1732.     Ø 11 mm, ca.0,35 g.   Nau 309(Isny) & Nau 15(Lindau).
Vs.:   Wie vor.
Rs.:   1/4 (Wertangabe).




Medaillen


Medaille 1730.     Ø 25 mm, 7,89 g.   Nau 315 (Ag, 3,4g); Slg. Opitz 2838.
Zum Jubiläum der Augsburger Konfession.

Vs.:   HIS ILLUSTRATA RADIIS PLANTATA CONSERVOR
"Durch diese Strahlen erleuchtet, werde ich bewahrt, nachdem ich gepflanzt wurde" (Ps 80,15-16).
Das Auge Gottes in einem Strahlenkranz fällt auf die Personifikation der evangelischen Konfession, die in einem Weinberg sitzt. Ihr linker Arm ruht auf einem Schild mit dem Stadtwappen von Isny, in der rechten Hand hält sein Buch mit den Buchstaben A(ugsburger) C(onfession).

Rs.:   OB / IVBILA / DVCENNARIA / DE CONFESSIONE / AVGVSTANA / IN ECCLESIA / ISINENSI ALGOIA / CELEBRATA / *-*   -  mit Chronogramm für 1730.
Im Abschnitt: VII. KAI. IVL. Darunter Sign. W (P. Paul Werner, Nürnberg).


Silbermedaille 1748.     Ø 30 mm, 7,38 g.   Nau 316.
Auf die Hundertjahrfeier des Westfälischen Friedens.

Vs.:  OB SERVATUM TEMPLUM - ET ASSERTAM LIBERTATEM   -   Unter dem stahlenden hl. Dreieck eine Frauengestallt mit Rauchgefäß in der Linken und mit der Rechten weisend auf ein Altar mit einem Buch.
Rs.:  MEMORIÆ / PACIS / WESTPHALICÆ / SACR.ESSE-JUBET / S.P.Q.YSNENSIS. / MDCCXLVIII  im Lorbeerzweig-Kranz.


Schützenmedaille 1903.     Ø 40 mm, 26,08 g.   Nau 319.
Auf das 400jährige Jubiläumsschießen.

Vs.:   Mädchen hält Kranz über der Stadtansicht, daneben ein Schützt mit Armbrust; Aufschrift: DES·HEILIGEN ROEN·REICHs·STADT·YSNI·1603.
Rs.:   Stadtadler, seitlich: 400-JÄHRIGES / JUBILÄUMS FESTSCHIESSEN / DER JSNYER / SCHÜTZEN-GILDE VOM 9-12. AUG 1903; darunter: PROTEKTOR·FÜRST·BERTRAM V.QUADT-WYKRADT·JSNY·
Die Isnyer Schützengilde reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück und wurde zu einer der traditionsreichsten Zusammenschlüsse dieser Art in Deutschland.


Schützentaler 1906 nach dem Vorbild der Guldiner von 1538.     Ø 42,5 mm, 25,5 g.   Nau 320.
Brustbild von König Wilhelm II. von Württemberg   //   Adler mit Stadtwappen.


Schützenmedaille 1913     Ø 40 mm, 27,19 g.   Nau 325.
zum Abschiedsschießen für Ehrenmitglied Otto Metzger, der 1913 nach Göppingen umzog.
Exemplar im Münzkabinett, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Vs.:   Zwei Gewehre und ein Geweih vor einer Zielscheibe unter einer urnenförmigen Ziervase,
umgeben von Lorbeerzweigen.

Rs.:   SCHÜTZENGILDE ISNY   darunter: ABSCHIEDS- / u. FREISCHIESSEN / FÜR IHR VON / LEUTKIRCH NACH GÖPPINGEN / SCHEIDENDES EHRENMITGLIED / O T T O M E T Z G E R / KöniGLicher.FORSTMEISTER / 17. Und. 18.AUGUST / 1913


Schützenmedaille 1913     Ø 23,2 mm, 4,28 g.   Nau 328. (auch Ø 40 mm).
Auf das 33. Württembergische Landesschießen in Isny, 1929.
Exemplar im Münzkabinett, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Lit. :
• Nau, Elisabeth: Münzen und Medaillen der oberschwäbischen Städte, S.118-135, Tf.23-25.
    Freiburg i.Br. 1964.
• Lanz, Otto: Münz- und Geldgeschichte von Isny, Württembergische Vierteljahreshefte für
    Landesgeschichte NF 35, 1.u.2. Heft 1929, S.99-203.

zuletzt erweitert: Jan.2023

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