Startseite Heilige auf Münzen TOUR :   St. Sebald


St. Rupertus und St. Virgilius
Festtag: 24. September
auf Münzen des Erzbistums Salzburg

Rupert (auch Rudbertus, Robert oder Ruprecht genannt) stammte aus dem rheinfränkischen, mit den Karolingern verwandten Grafengeschlecht der Robertiner. Er war wahrscheinlich Bischof in Worms und kam im Zusammenhang mit dem von den karolingischen Hausmeiern geförderten Missionswerk um 700 nach Bayern. Rupert soll sich zuerst in Regensburg und Lorch aufgehalten und den Bayernherzog Theodo (696-718) bekehrt haben. An der Stelle der völlig verfallenen römischen Stadt Juvavum, einem Gelände, das ihm Herzog Theodo schenkte, gründete Rupert St. Peter das älteste Kloster Österreichs das Frauenstift Nonnberg, das erste Kloster der Benediktinerinnen und den Ort Salzburg. Rupert, der sein Wirken nicht auf Salzburg beschränkte und deshalb auch Apostel der Bayern genannt wird, starb vermutlich am 27. März 718. Er wurde zum Patron Salzburgs und des Klosters auf dem Rupertsberg bei Bingen. Dargestellt wird St. Rupert seit dem 15./16. Jahrhundert mit einem Salzfaß, das ihn als Förderer des Salzbergwerkes ausweist.
Zu seinem Nachfolger hatte Rupert Vitalis bestimmt, der zwar nie formell heiliggesprochen wurde, der aber im Mittelalter unter den heiligen Salzburger Bischöfen die höchste Verehrung erfuhr und noch immer als Apostel des Pinzgaues bekannt ist. Zusammen mit Rupert erscheint auf Münzen gelegentlich ein späterer Nachfolger auf dem Salzburger Bischofsstuhl, der hl. Virgilius.

Der Mönch Virgil kam um 742 aus Irland an den fränkischen Königshof und von dort nach Bayern, wo ihm Herzog Odilo die Abtei St. Peter in Salzburg übergab. Virgilius war nicht zum Bischof geweiht und ließ sich in dieser Funktion durch einen irischen Wanderbischof vertreten. Selbst konnte er die Bischofsweihe erst am 15. Juni 755, nach dem Tode des Hl. Bonifatius, des Apostels der Deutschen und päpstlichen Legaten, erlangen. Virgilius lag mit Bonifatius im Streite, weil er die Kugelgestalt der Erde und die Existenz von Antipoden vertrat. Die Kugelgestalt der Erde war schon seit der Antike bekannt, von ihr war auch schon kurz vor Virgilius der große Kirchenlehrer Beda Venerabilis überzeugt. Seine Ansicht war zwar nicht von der Kirche anerkannt, aber auch nicht als ketzerisch verurteilt worden. Die Behauptung der Existenz von Antipoden war jedoch nicht mit der geltenden kirchlichen Lehre zu vereinbaren, und Virgilius mußte diese Ansicht wahrscheinlich widerrufen. Im Jahre 774 überführte St. Virgilius die Reliquien des hl. Rupert in die von ihm erbaute Kathedrale, in der er später auch selber seine letzte Ruhestätte fand. St. Virgil, der sich große Verdienste um die Bekehrung der Slawen in dem von Herzog Tassilo eroberten Kärnten erwarb, starb am 27. November des Jahres 784 und wurde 1233 durch Papst Gregor IX. heiliggesprochen.

Hans Herrli, MünzenRevue 9/1989, S.845
Siehe auch zu Rupert im heiligenlexikon.de
und zu Virgilius im heiligenlexikon.de.


Erzbistum Salzburg, Leonhard von Keutschach, 1495-1519:
Batzen (sog. Rübenbatzen = 4 Kreuzer) 1500.     Ø 25 mm, ca.3 g.   HZ 60; Pr.99.
Vs.:   ✠LEONADus·ARChIEPIscopus⦂SALCisburgensis   (gotische Schrift)
Stifts- und Familienschild nebeneinander, Jz.1500 darüber, Leonhard darunter

Rs.:   SANCTVS⦂RVDBERTus⦂EPiscopVS
mitriertes Bild des Heiligen St. Rudbertus mit Salzfaß in der Rechten und Krummstab in der Linken.


Erzbistum Salzburg, Leonhard von Keutschach, 1495-1519:
Goldgulden 1500.     Ø 23 mm, ca.3,3 g.   Zöttl 15; Friedb.580.
Vs.:   ✠LEONADus9·ARChIEPIscopus⦂SALIE   (gotische Schrift)
Vierfeldiges Stifts- und Familienwappen, darüber die Jz. 1500.

Rs.:   SAnCTVS - RVDBERD9EPiscopus
St. Rudbertus mit Mitra, Salzgefäß und Krummstab steht v. v., darunter Familenwappen.


Erzbistum Salzburg, Leonhard von Keutschach, 1495-1519:
Guldengroschen (sog. "Rübentaler") 1504, Hall.     Ø 44 mm, 32,9 g.  Zöttl 41; Dav.8154.
Vs.:   ⚛LEONARDVS◦DEI◦GRACIA◦ARCHIEPVS◦SALZEBVRGE   -   Stifts- und Familienwappen aneinandergelehnt, darüber Mitra, dahinter Kreuz- und Krummstab gekreuzt, unten die Jahreszahl 15 - 0ጸ   (ጸ = 4)
Rs.:   ⚛SA - NCT9 RVDBERTVS⦂EPVS⦂SANCT9 VIRGILIVS - EPS   -   Die beiden Stiftsheiligen St. Rudbertus und St. Virgilius stehen einander gegenüber, die Köpfe nach vorn gewandt, und halten ein Dommodell, darunter zweifeldiges Stiftswappen.


Erzbistum Salzburg, Leonhard von Keutschach, 1495-1519:
Zehner (10 Kreuzer) 1513.     Ø 29 mm, ca.5,6 g.   Zöttl 58.
Vs.:   LEONARD9us D:G:ARCHIEPI:SALZ   -   Stifts- und Familienwappen nebeneinander, darüber Mitra, dahinter Kreuz- und Krummstab, darunter Jahreszahl 1513
Rs.:   SANCT9us RVD - BERTVS: EPS
Der sitzende Heilige mit Mitra und Heiligenschein, ein Salzgefäß auf dem Schoß mit der Linken gehalten, umfaßt mit der Rechten den kniehenden Erzbischof mit Mitra und Krummstab.


Erzbistum Salzburg, Matthäus Lang von Wellenburg, 1519-1540:
3 Dukaten 1521.     Ø 25 mm, 10,6 g.   Zöttl 133; Friedb.583.
Vs.:   + MATHEVS·CARD·ARCHIEPVS·SALZB
Büste mit Kardinalshut nach rechts zwischen Jz. MD - XXI.
Rs.:   ·S·RVD - BER - TVS - EPVS    


Erzbistum Salzburg, Matthäus Lang von Wellenburg, 1519-1540:
Guldiner 1522.     Ø 38 mm, 27,86 g.   Dav.8160.
Vs.:   MATHEVS·CARDinalis - ARchiEPiScopus·SALZB'urgensis - AC EPiScopus GVRCENsis
Brustbild des Erzbischofs Matthäus Lang.
Rs.:   + SS·RVDBERTVS·ET·VIRGILIVS·EPIscopus·SALZBVRGENsis
Bildnisse der beiden heiligen Vorgänger, St. Rudbertus mit dem Salzfaß und St. Virgilius
mit einem Modell des Salzburger Doms.


Erzbistum Salzburg, Matthäus Lang von Wellenburg, 1519-1540:
1/2 Taler 1535.     Ø 34 mm, 14,36 g.   Zöttl 219; Probszt 219.
Vs.:   ·MATHEVS·EPS·CARD·ARCHIEPS·SALZBVRG     Stifts- und Familienwappen unter Kardinalshut.
Rs.:   S·RVDBERTVS·EPVS·SALZBVREN     Hüftbild des Hl. Rupert.


Erzbistum Salzburg, Ernst von Bayern, 1540-1554:
Goldgulden o. J.     Ø 22 mm, 3,24 g.   Zöttl 375; Probszt 356; Friedb.606.
Vs.:   +ERNESTVS COnFirmatus·IN ARchiEPiscotatuM·SALZ·Vtriusque·Bavariae·DVX
Drei Wappenschilde (Stiftswappen, Familienwappen: Bayerischer Löwe und Wecken) im Dreipaß.
Rs.:   ·SANCTVS·RVDBERTVS·EPiscopVS·
St. Rudbertus mit Mitra, Salzgefäß und Krummstab thront v. v.


Erzbistum Salzburg, Michael von Küenburg, 1554-1560:
Taler 1555.     Ø 41 mm, 28,65 g.   Probszt 418; Dav.8170.
Vs.:   MICHAEL·D·G·ARCHI EPiscopuS·SALZburgensis·APOstolicae·SEdis·LEGatus
Stifts- und Familienschild unter Mitra mit Insignien.
Rs.:   SANCTVS·RVDBERTVS·EPVS·SALZBVRGEN·
Hl. Rupert mit Salzfaß und Krummstab sitzt v. vorne.


Erzbistum Salzburg, Johann Jakob Khuen von Belasi, 1560-1586:
4 Dukaten o. J.     Ø 33 mm, 13,97 g.   Zöttl 521; Probszt 459; Friedb.630.
Vs.:   IOAN·IAC·D·G· - ARchi EPiscopuS·SALZburgensis·Apostolicae·Sedis·Legatus*
Drei Wappenschilde (Stiftswappen, Familienwappen: Löwe und Turm), darüber Mitra, dahinter Kreuz- und Krummstab gekreuzt.
Rs.:  ·S·RVDBERTVS·EZ·S·VIRGILIVS·EP  -  Die beiden Stiftsheiligen St. Rudbertus und St. Virgilius sitzen nebeneinander einander zugewandt, mit Mitra, Krummstab, Salzgefäß und Dommodell.


Erzbistum Salzburg, Johann Jakob Khuen von Belasi, 1560-1586:
2 Dukaten 1582     Ø 25 mm, 6,99 g.   Zöttl 559; Probszt 491; Friedb.636.
Vs.:   IO:IAC:D:G:ARchi:EPiscopuS:SALzburgensis:APostolicae·SEdis·Legatus:158Z
Vierfeldiges Stifts- und Familienwappen, dahinter steht St. Rudbertus mit Mitra, Krummstab und Salzgefäß v. v., zu den Seiten die geteilten Buchstaben S - R (St. Rudbertus).
Rs.:   RVDOL:II:IMP:AVGVS:P:E:DECRET
Doppeladler mit Kopfscheinen, zwischen den Hälsen Kreuz, oben Krone.
Der Heilige schmückt hier die Vs., während die Rs. dem Kaiser gewidmet ist, wie bei Reichsmünzen üblich.


Erzbistum Salzburg, Georg von Küenburg, 1586-1587:
4 Dukaten 1586.     Ø 33 mm, 13,92 g.   Probszt 680; Friedb.640.
·GEORGIVS·D:G:AREPS:SALZ:A:S:L:   //   ·S·RVDBERTVS·ET·S·VIRGILIVS·EP


Erzbistum Salzburg, Wolf Dietrich von Raitenau, 1587-1612:
12 Dukaten 1594, Turmprägung.     Ø 41 mm, 42,08 g.   Zöttl 816; Probszt 708; Friedb.670.
Vs.:   WOLF:TEODORIC:ARCHIEP:SALISBVR:SED:AP:I·E:   -   Vierfeldiges Stifts- und Familienwappen, darüber Kardinalshut, zu den Seiten sitzen die beiden Stiftsheiligen St. Rudbertus mit Mitra, Salzgefäß und Krummstab und St. Virgilius mit Mitra, Krummstab und Dommodell.
Rs.:  ·IN·DOMINO·SPERANS·NON·INFIRMABOR·1594   "Auf Gott vertrauen werde ich [der Bischof] nicht schwanken"
Turm in Wellen, umher die durch Köpfe personifizierten vier Winde, darüber Hagel aus Wolken.

Der Turm in stürmischer See symbolisiert wahrscheinlich den Erzbischof in seiner Stand- und Wehrhaftigkeit gegenüber den Türken, gegen die der Erzbischof ein Truppenkontingent unter der Führung seines Bruders zur Unterstützung des Kaisers Rudolf II. entsandt hatte. Die in diversen Nominalen in Gold und Silber ausgebrachten Turmprägungen dürften als Geschenke an die Soldaten verwendet worden sein. Nach anderer Interpretation ist der Turm ein Symbol für die katholische Kirche, die den Bedrohungen
durch die Reformation Stand hält.


Erzbistum Salzburg, Wolf Dietrich von Raitenau, 1587-1612:
8 Dukaten 1593, Turmprägung.     Ø 40 mm, 27,72 g.   Zöttl 832; Probszt 728; Friedb.679.
Vs.:   SANCTVS·RVDBE - RTVS·EPS·SALISBV:     Familienwappen hier mehrfeldig.
Rs.:   ·RESISTIT+M·D:XCIII+IMMOTA· "(Der Turm) bleibt 1593 unbewegt"


Erzbistum Salzburg, Markus Sittikus von Hohenems, 1612-1619:
4 Dukaten 1618.     Ø 32 mm, 13,91 g.   Zöttl 1087; Probszt 912; Friedb.705.
Vs.:   MARCVS·SITTICVS·ARCHIE:SAL:SED:AP:LE:
Rs.:   QVI·FVNDASTIS·PROTEGITE·M·DC·XVIII   "Was ihr gegründet habt, beschützt"


Erzbistum Salzburg, Paris von Lodron, 1619-1653:
16 Dukaten 1628, auf die Domweihe.     Ø 43 mm, 55,65 g.   Zöttl 1247, Friedb.727.
Umschrift über beide Seiten:   ECCLES·METROP·SALISB·DEDICATVR 25 SEPT·APARIDE·ARCHIE / SS·RVPERTVS·ET·VIRGILIVS·PATRONI·TRANSFERNVNTVR·24 SEPT
Vs.:   Die beiden Stiftsheiligen St. Rudbertus und St. Virgilius (mit ihren Attributen darunter) thronen auf Wolken einander gegenüber, die Köpfe nach vorn gewandt, und halten ein Dommodell, zu den Seiten die
geteilte Jahreszahl 16 - 28, darunter dreifeldiges, kombiniertes Stifts- und Familienwappen,
darüber Kardinalshut mit herabhängenden Quasten, umher Laubkranz.
Rs.:   Von acht Bischöfen getragener Reliquienschrein, unten zwei Engel mit Rauchfaß.
Unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587-1612) war 1598 der gotische Dom abgebrannt. Sein Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems (1612-1619) begann mit einem Neubau im Stil des Barock. Sein Baumeister war der Italiener Santino Solari, der auch unter seinem Nachfolger Paris von Lodron daran weiterbaute. Am 25. September 1628 konnte der Dom geweiht werden, allerdings waren die Türme noch nicht vollendet. Mit großem Aufwand wurde die Überführung der Stiftsheiligen St. Rudbertus und St. Virgilius gefeiert. Zu diesem Anlaß wurde eine umfangreiche Serie von Gedenkmünzen in Gold und Silber vom 20fachen Dukaten bis zum Doppeldukaten und vom 6fachen Taler bis zum 1/4 Taler geprägt.   [Künker]


Erzbistum Salzburg, Max Gandolph von Küenburg, 1668-1687:
Reichstaler 1682, auf das 1.100jährige Jubiläum des Erzstiftes, geprägt mit
den Stempeln des Zehndukatenstücks.    Ø 43 mm, 29,38 g.  Zöttl vgl.1884, Probszt vgl.1576; Dav.-.

Vs.:   ⚛MAX:GAND:EXCOMIT:DE KVENBURG ARCHIEP:&PR:SAL:S:SED:AP:LEG:GER:PRIM
Strahlendes Dreieck mit Schrift, darunter sechsfeldiges Stifts- und Familienwappen, darüber Kardinalshut mit herabhängenden Quasten, zu den Seiten stehen die beiden Stiftsheiligen St. Rudbertus mit Mitra, Salzgefäß und Krummstab und St. Virgilius mit Mitra, Krummstab und Dommodell,
die Köpfe nach r. bzw. nach vorn gewandt; unten zu den Seiten des
Wappens die geteilte Signatur P - S (Stempelschneider Paul Seel)

Rs.:   ⚛ANNO M·D CLXXXII·FUNDATI ARCHIEPISCOPAT9SALISB:VNDECIMO SÆCULO·
Unter strahlenden Wolken stehen die fünf Heiligen Martinus, Vincentius, Hermes, Chrysanthus und Daria nebeneinander v. v., unten auf dem Boden l. eine Gans, r. ein Löwe; im Abschnitt fünf Zeilen Schrift: SS: MARTIN9 EP:VINCEN- / TI9 M:HERMES M:CHRY- / SANTH9 ET DARIA / MM:TRNS- / LATI
Anläßlich des Stiftsjubiläums wurden auch in einer langen Prozession Reliquien getragen, u. a. die hier dargestellten Heiligen Martin, Vinzenz, Hermes sowie Chrysanthus und Daria.


Erzbistum Salzburg, Johann Ernst Graf von Thun-Hohenstein, 1687-1709:
Reichstaler 1696.     Ø 41 mm, 29,05 g.   Dav.3510.
Vs.:   IO:ERNEST9D:G: - ARCHIEP:SAL:S:A:L· / SVB TVVN PRÆ - SIDIVM CONF - VGimus·
"unter deinem Schutz nehmen wir Zuflucht"
Rs.:   S:RVDBERTVS· - EPiscopuS:SALISBVRGensis:1696
Die Vorderseite zeigt die Muttergottes mit dem Jesuskind als Himmelskönigin, die Rückseite St. Rudbertus mit dem Salzfaß. Obwohl St. Rudbertus nur auf Salzburger Münzen erscheint, gibt es kaum von einem anderen Heiligen Darstellungen in so vielen Stellungen und mit so oft wechselnden Gewändern.


Erzbistum Salzburg, Franz Anton von Harrach, 1709-1727:
Reichstaler 1714.     Ø 41 mm, 29,07 g.   Probszt 2012; Zöttl 2424; Dav.1238.
Vs.:   Hüftbild der gekrönten Madonna mit Zepter in der Rechten und dem Kind auf dem linken Arm v. v., darunter Familienwappen, darüber Fürstenhut, oben Kardinalshut mit herabhängenden Quasten, dahinter Krummstab und Schwert gekreuzt.
Rs.:   St. Rudbertus mit Mitra, Salzgefäß und Krummstab sitzt nach l., r. daneben zweifeldiges Stiftswappen.


Erzbistum Salzburg, Leopold Anton Eleutherius von Firmian, 1727-1744:
Reichstaler 1729.     Ø 41 mm, 29,29 g.   Probszt 2139; Zöttl 2582; Dav.1241.
Vs.:   Hüftbild der gekrönten Madonna mit Zepter in der Rechten und dem Kind auf dem linken Arm v. v., darunter vierfeldiges Familienwappen mit Mittelschild, darüber Kardinalshut mit herabhängenden Quasten, dahinter Krummstab und Schwert gekreuzt.
Rs.:   St. Rudbertus mit Mitra, Salzgefäß und Krummstab sitzt nach l., r. daneben zweifeldiges Stiftswappen.


Erzbistum Salzburg, Andreas Jakob von Dietrichstein, 1747-1753:
Reichstaler 1752.     Ø 41 mm, 29,35 g.   Probszt 2219; Zöttl 2860; Dav.1246.
Vs.:   ANDREAS·D:G·ARCHiepiscopus·ET·PRINCEPS·SALISBurgensis·Sedis·Apostolicae·Legatus·
Die gekrönte Madonna mit Zepter in der Rechten und dem Kind auf dem linken Arm steht v. v. auf Mondsichel, umher Strahlenkranz, l. daneben Familienwappen, darüber Kardinalshut mit
herabhängenden Quasten.
<
Rs.:  S·RU - PERTUS·EPISCOPus:SALISBURGENS:1752·   -   St. Rudbertus mit Mitra, Salzgefäß und Krummstab sitzt nach l., den Kopf nach r. gewandt, r. daneben zweifeldiges Stiftswappen.


Erzbistum Salzburg, Sigismund III. von Schrattenbach, 1753-1771:
6 Dukaten 1760.     Ø 40 mm, 20,79 g.   Probszt 2231; Zöttl 2891; Friedb.873.
Vs.:   SIGISMUNDUS·D:G·Archiepiscopus&PRinceps·SALisburgensis·Sacrae·Apostolicae·Legatus·NAtus·GERmaniae·PRIMAS
Brustbild r. in geistlichem Ornat mit Pileolus, darunter die Signatur
F·MK· (Stempelschneider Franz Matzenkopf).

Rs.:   S·RUPERTUS·EPISCOP (VI DUCAtus) SALISBURGENS 1760
St. Rudbertus sitzt v. v. und deutet mit seiner Linken auf einen l. neben ihm stehenden Tisch
mit Tischtuch, auf dem Tisch steht das Salzfaß und darauf die Altöttinger Madonna mit Zepter
in der Linken und dem Kind auf dem rechten Arm, auf dem Tischtuch ist das mit dem
Kardinalshut bedeckte Familienwappen angebracht.

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