Startseite Varia TOUR :   Varia (9)

      Der Orden vom Goldenen Vlies auf Münzen und Medaillen      

2b.   Ordenszeichen auf Münzen ernannter Ordensritter
Fortsetzungsseite

Polen :   Sigismund I., 1506-48     Sigismund III. Wasa, 1587-1632     Wladislaw IV., 1632-48
Johann II. Kasimir, 1648-68     Michael Koribut, 1669-73
Sachsen :   Georg der Bärtige, 1500-39
Sachsen-Polen :   August der Starke, 1697-1733    Friedrich August II. (Sachsen) / August III. (Polen), 1733-63    Friedrich August III. von Sachsen 1763-1806, Kg. Friedrich August I. von Sachsen 1806-27
Rietberg :   Johann III. von Ostfriesland, 1601-25
Württemberg :   Karl Alexander, 1684-1733   Karl Eugen, 1737/44-1793   Ludwig Eugen, 1793-95

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Polen

Sigismund I. der Alte, 1506-48 König von Polen
Kg. Sigismund heiratet 1518 in zweiter Ehe Bona Sforza aus Mailand, die mit ihrem Hof die Renaissance nach Polen brachte. Im wurde 1519 der Orden vom Goldenen Vlies von der Ordensversammlung in Barcelona unter dem Vorsitz von Ks. Karl V. verliehen. Nach der Münzreform 1526/28 liess er sein Bildnis auf Münzen setzen, jedoch ohne dem Goldenen Vlies.


Einseitige Silbermedaille o.J. (1528) von Matthes Gebel, Nürnberg.   Ø 26,5 mm, 8,60 g.
Gumowski, Medaillen Tf.XIV,63; Habich vgl.988.

SIgiSMVNDVS·DEI·GRACIA·REX·POLONIaE  -  Brustbild mit Kappe und Pelzrock nach rechts.

Sein Sohn und Nachfolger, Sigismund II. August, wurde nicht Ordensmitglied.
Ihnen folgte Stefan Bathory, 1576-1586 in Polen und Litauen, der auch kein Ordensmitglied wurde.

Sigismund III. Wasa, 1587-1632 Kg. von Polen und Großfürst von Litauen
Sigismund III. war der Sohn des schwedischen Königs Johann III. Sigismund Wasa und dessen Frau Katharina, Tochter Sigismunds I. von Polen, die ihn katholisch erzog. Damit gehörte Sigismund III. sowohl zu den Wasa als auch zu den Jagiellonen. 1587 wurde Sigismund III. zum König von Polen und Großfürst von Litauer gewählt. Als sein Vater 1592 starb, konnte Sigismund sein Stammland Schweden nicht halten und verlor es 1604 endgültig. 1600 erhielt Sigismund III. den Orden vom Goldenen Vlies.

5 Dukaten, Danzig 1614.   Ø 42 mm, 17,42 g.   Dutkowski/Suchanek 203; Friedb.6.
Prägeherr ist hier die Stadt Danzig unter der Oberhoheit Polens.

Vs.:   EX᛫AVRO᛫SOLIDO᛫CIVITAS᛫GEDANENSIS᛫FIERI᛫Fecit
Zwei Löwen halten das Stadtwappen. Unten seitlich: Jz. 16 - 14 und S - M (Samuel Ammon, Münzmeister).
Rs.:   SIGISMVNDVS᛫III᛫D:G:REX᛫POLONIÆ᛫MAG:DVX᛫LIT:RVS:PRVSSIÆ
Gekröntes Brustbild r. mit Halskrause und umgelegter Ordenskette, oben besomders klein die Jz. 1614.


Ort (1/4 Taler) 1617, Danzig.   Ø 28 mm, 6,32 g.   Dutkowski/Suchanek 158 II; Kopicki 7493.
Vs.:   MONETA·CIVIT:GEDANENSIS·1617·  -  Wappen, von 2 Löwen gehalten.
Rs.:   ·SIGIS:III·D:G:REX·POL:M:D:L:R:PRVS:  -  Gekrönte Königsbüste rechts mit Ordenskette.


1/2 Portugalöser zu 5 Dukaten 1622, Vilnius für Litauen.  Ø 35 mm, 17,32 g. Kopicki 3560; Friedb.78.
Vs.:   SIGISMVNDVS+III+D G:REX+POLoniae:MAGnus:DVX+LITVaniae:  -  Gekröntes und geharnischtes Brustbild r. mit umgelegtem Mantel und der Ordenskette vom Goldenen Vlies.
Rs.:   RVSsiae:PRVSsiae:MAsoviae:SAmogitiae:LIVOniae - NEc:NOn:SVeciae:GOthorum:VAndalorum:Haereditarius:Rex:16 - 21
Gekröntes, vierfeldiges Wappen (Polen / Schweden / Litauen / ...) mit Mittelschild Korngarbe (Vasa),
unten zwei Fische, umher die Kette des Ordens vom Goldenen Vlies,
zu den Seiten die Signatur H. - T (Hans Trylner, Münzmeister in Vilnius um 1621).
Umschrift über beide Seiten: "... von Gottes Gnaden König von Polen, Großfürst von Litauen, Russland, Preussen, Masovien, Samogitien, Livonien - ebenso wie erblicher König der Schweden, Goten und Vandalen"


Doppelter Reichstaler 1627, Bromberg.   Ø 44 mm, 58,08 g.   Dav.zu 4313-5.
Vs.:   SIGIS:III:D:G:REX·POLOniae:Magnus:Dux:LIThuaniae:RVSSiae:PRVSsiae:MAssoviae·
Gekröntes, geharnischtes, drapiertes Hüftbild mit geschultertem Schwert und Reichsapfel in der Linken, Ordenskette mit Vlies auf der Brust.
Rs.:   SAMogitiae:LIVoniae:NEC·NOn:SVEcciae - GOThorum:VAnDalorum:Que:HaeRedItarius:REX·
Gekröntes Wappen (Polen/Litauen, darauf Schweden/Gotland, darauf Wasa), umher
die Ordenskette mit dem goldenen Vlies, im Feld 16 - 27.


Taler 1630, Thorn.   Ø 42 mm.   Kopicki 8263, Gum.1425, Dav.4371.
Die Stadt Thorn ist hier der Münzherr.

Vs.:   ·MONETA NOVA·ARGENT·CIVIT·THORVNENSIS 1630·
Engel über Stadtwappen von Münzmeisterinitialen I - I (Jakob Jakobson) flankiert.
Rs.:   ·SIG·III D G REX·POL·ET·SVEC·M·D·LIT·RVS·PRVS·
Gekröntes Hüftbild mit Reichsapfel, Schwert und Ordenskette.

Wladislaw IV., 1633-48 Kg. von Polen und Großfürst von Litauen
Er war der älteste Sohn von Kg. Sigismund III. Wasa und Erzherzogin Anna von Österreich-Steiermark. 1615 wurde der 20-jährige Mitglied des Ordens vom Goldenen Vlies. Im Alter von 38 Jahren wurde Wladislaw 1633 in Krakau zum König von Polen gekrönt. Bereits 1599 war er zum König von Schweden und 1611 zum Zaren von Rußland gewählt worden, ohne die Krönung zu errreichen. Seine Lateinische Titulatur lautet: Vladislaus Quartus Dei gratia rex Poloniae, magnus dux Lithuaniae, Russiae, Prussiae, Masoviae, Samogitiae, Livoniaeque, Smolenscie, Severiae, Czernichoviaeque necnon Suecorum, Gothorum Vandalorumque haereditarius rex, electus magnus dux Moschoviae.


Reichstaler 1635 (1636), Elbing.   Ø 44 mm, 28,59 g   Dutkowski/Suchanek 240; Dav.4362.
Vs.:   ·ELBINGA·INTER - ARMA·SERVATA·1635   "Elbing vom Krieg verschont"
Ovales, reich verziertes Stadtwappen zwischen I - I (Jacob Jacobson, Münzmeister in Thorn 1630-39)

Rs.:   *VLADISL:IV:DG:REX:P:M:D:L:RUS:PR:MA:SA:LI:
Nec:Non:SUECciae·GOhorum·VAmdalorum·Haereditarius·REX·
Geharnischtes Brustbild v. v. mit der Ordenskette vom Goldenen Vlies.
Nachdem Kg. Gustav II. Adolph von Schweden, 1626 große Teile der Ostseeküste, darunter Elbing, erobert hatte, wurde zwischen Kg. Wladislaus IV. von Polen und Königin Christina von Schweden 1635 der Vertrag von Stuhmsdorf geschlossen. Darin erhielt Polen große Teile der Ostseeküste, unter anderem Elbing, von Schweden zurück. Schweden behielt Livland und Estland und ignorierte die polnischen Ansprüche auf die schwedische Krone, die auch die Rückseitenlegende dieses Talers erwähnt. Der Taler wurde erst im Jahr 1636 geprägt, deshalb ließ Jacobsen außer dem Jahr des Friedensvertrags 1635 auch die beiden letzten Ziffern des Prägejahres auf die Vorderseite setzen.


Reichstaler 1636, Danzig.   Ø 45 mm, 28,78 g   Dutkowski/Suchanek 218 I; Kopicki 7558; Dav.4350.
Vs.:   MONETA ARGENTEA CIVITATIS GEDANENSIS
Rs.:   *VLADISL:IV·D:G:REX POLON:M:D:LIT:RUS:PRUS:&c·N:N·SUEC:&c·H:REX


Dukat 1640 G-G, Thorn.   Ø 22 mm, 3,471 g.   Kopicki 8299; Friedb.58.
Die Stadt Thorn ist der Münzherr, geprägt in Thorn.

Vs.:   *MONETA AUREA CIITATIS THORUNEN
Von einem Engel gehaltenes Stadtwappen, zu den Seiten die geteilte Jahreszahl 16 - 40 und die geteilte Signatur M - S (Melchior Schirmer, Probierer der Bromberger und Thorner Münzstätte 1640-42)
Rs.:   VLAD:IIII:D:G:REX POL:M:D:L:RVS:P:  -  Gekröntes Brustbild rechts, mit einem reich verzierten umgelegten Mantel und der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies.


Dukat 1642 G-G, Bromberg.   Ø 22 mm, 3,41 g.   Kopicki 1533; Friedb.86.
Vs.:   VL᛫IIII᛫D:G᛫REX᛫POL᛫ET᛫SVE:
Gekröntes Brustbild r. mit umgelegtem Mantel und der Ordenskette vom Goldenen Vlies.
Rs.:   MON᛫NOVA᛫AV - REA᛫REG᛫POL᛫  -  Gekröntes Wappen (Polen/Schweden/Litauen) mit Mittelschild Korngarbe (Vasa), umher die Ordenskette vom Goldenen Vlies, oben zu den Seiten des Wappens die geteilte Jahreszahl 16 - 42 sowie die geteilte Signatur G - (gekreuzte Zainhaken) / G (Gabriel Görloff, Münzpächter in Bromberg, 1640-44).


8 Dukaten 1644, Danzig.   Ø 33? mm, 28,10 g.   Dutkowski/Suchanek 264; Friedb.17.
Vs.:   REGIA CIVITAS GEDANENSIS FIERI FECIT  -  Stadtansicht von Danzig, oben strahlender Name Jehovas in Wolken, aus denen zwei Arme mit Zweigen, Schwert und Waage hervortreten, im Abschnitt halten zwei Löwen das Danziger Stadtwappen, zu den Seiten die geteilte Jahreszahl 16 - 44
und die geteilte Signatur G - R (Gerhard Rogge, Münzpächter in Danzig 1639-56),
unten die Stempelschneidersignatur I - H (Johann Höhn)

Rs.:   VLADISLAUS IIII D:G:REX POL:&SUEC:M:DUX LITV:RUS:PRUS:
Gekröntes und geharnischtes Hüftbild r., mit der Rechten das Zepter schulternd, in der Linken Reichsapfel, auf der Brust das Goldene Vlies.


Taler 1644, Krakau.   Ø 43 mm, 28,32 g.   Dav.4332.
Vs.:   VLA:IIII:D:G:REX:POLOniae: - ·Magnus:Dux:LIThuaniae:RVSsiae:PRussiae:MAssoviae
Rs.:   SAMogitiae:LIVoniae:NEC:NOn:SVeciae: - GOThorum:VANdalorum:Quereditarius:REX·
Wappen Polen/Litauen, aufgelegt Schweden/Gotland, darauf Vasa; seitlich Mz. und Jz., umher Vlieskette.

Johann II. Kasimir, 1648-68 Kg. von Polen und Großfürst von Litauen
Johann Kasimir war der zweite Sohn Sigismunds III. aus dem Hause Wasa, daher führt er den Titel "König von Schweden". Die 20 Jahre dauernde Regierungszeit Johanns II., in der es nur zu Kriegen kam, gilt als der Anfang vom Ende der militärisch, politisch und wirtschaftlich zerrütteten polnisch-litauischen Adelsrepublik. Sein Land wurde verwüstet durch sechs Invasionshorden - Kosaken, Schweden, Moskowiter, Siebenbürger, Türken und Brandenburger. Durch diese außenpolitischen Niederlagen und eine interne Magnatenrebellion 1665–66 geplagt, dankte Johann II. entnervt 1668 ab und starb vier Jahre später im Kloster St. Martin in Nevers.
1638 wurde er Mitglied des Ordens vom Goldenen Vlies.

Taler 1649 GP, Krakau.   Ø 42 mm, 28,21 g.   Gumowski 1780; Kopicki 1806; Dav.4334.
Vs.:   ᛫IOANNES.CASIMIR᛫DG᛫REX᛫POLON᛫MAG᛫DVX᛫LIT᛫RVS᛫PRVS᛫Massoviae:Samogitiae:Livoniae  -  Gekröntes und geharnischtes Hüftbild r. mit umgelegter Kette des Ordens von Goldenen Vlies, in der Rechten Zepter, in der Linken Reichsapfel, an der Hüfte Schwertgriff.
Rs.:   SMOlesci᛫SVEeriae᛫CZERnicoviae᛫QVE᛫Nec - NoN᛫SVEciae᛫GOthorum᛫VAndalorun᛫Haereditarius᛫REX
Gekröntes, vierfeldiges Wappen mit Mittelschild, umher die Ordenskette mit goldenem Vlies, zu den Seiten das Zeichen G - P (Gerhard Pyrami, Münzmeister in Krakau 1648-50) und die geteilte Jz. 16 - 49.


Taler 1651, Elbing.   Ø 43 mm, 28,43 g.   Gum.1973; Dav.4364.
Vs.:   ᛫MONETA᛫ARGENTEA᛫CIVITATIS᛫ELBINGENSIS᛫1651᛫
Engel hält Wappen von Elbing, unten W-VE (Wilhelm van Eck, Münzmeister in Elbing 1650-52).
Rs.:   ᛫IOAN:CASIM᛫DG᛫REX᛫POL᛫&᛫SVECorum᛫MagnusDuxLituaniae᛫RVSsiae᛫PRVssiae
Gekrönte Königsbüste rechts, Gesicht an der Schulter, Goldenes Vlies unter Blumenreihe.


4 Dukaten 1655, Thorn.   Ø 35 mm, 13,75 g.  Kopicki -; H.-Cz. -; Dutkowski/Such.1554; Friedb.63.
Vs.:   EX᛫AVRO᛫SOLIDO᛫CIVIT:THORVNENS:FIERI᛫Fecit:  -  Stadtansicht von Thorn, mit einer Brücke über der Weichsel, auf der kleine Boote fahren, oben zwei Engel in Wolken, die das Stadtwappen halten, unten l. auf einer Wiese die geteilte Jahreszahl 16 - 55, dazwischen die verbundenen Münzmeisterzeichen HL (Hans David Lauer, Münzmeister in Thorn 1649-68)
Rs.:   IOAN:CAS:D:G:REX POL.ET SVE:M:D:L:R:P:  -  Gekröntes und geharnischtes Brustbild r. mit umgelegtem Mantel und der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies.


Dukat 1658, Danzig.   Ø 25 mm, 3,58 g.   Dutkowski/Suchanek 313 II; Kopicki 7659; Friedb.24.
Vs.:   MON:AUREA CIVITAT᛫GEDANENS᛫1658.
Zwei Löwen halten den Stadtwappen, darunter D – L (Daniel Lesse, Münzmeister).
Rs.:   IOH᛫CAS᛫D᛫G᛫R᛫POL᛫& SUEC᛫M᛫D᛫L᛫R᛫P᛫  -  Gekrönte, geharnischte Büste nach rechts.


6 Gröscher 1661, Krakau.   Ø mm, 3,23 g.   Kopicki 1635.
Vs.:   IOAN᛫CASI᛫D᛫G᛫ - ᛫REX᛫POL᛫&᛫SVE  -  Gekrö. Büste rechts, mit Vliesorden.
Rs.:   GROS·ARGE·SIX·REG·POL·1661  -  Krone über den Wappen von Polen und Litauen,
dazwischen Wertzahl VI, darunter das Wasa-Wappen zwischen TL. - .R.

Michael Korybut, 1669-1673
Michael wurde der nächste König von Polen und Großfürst von Litauen, der Regent des Staates Polen-Litauen. Er entstammte einem polnischen Adelsgeschlecht und setzte sich bei der Königswahl 1669 gegen ausländische Kandidaten durch, weil der Adel im Gegensatz zu den einflussreichen Oligarchen schlechte Erfahrungen mit Ausländern gemacht hatte.
Ihm wurde 1669 der Orden vom Goldenen Vlies verliehen.

Krönungsmedaille (1669)  Ø 35 mm, 10,32 g.  Raczyński 1845; Reichel 1667; H-Cz.2386; Frankiewicz 734.
Vs.:   MICHAEL D᛫G᛫REX POL᛫Magnus᛫Dux Lituaniae᛫Russiae᛫PRussiae &c
Büste in drapierter Rüstung, mit Lorbeerkranz und Ordenskette mit Vlies.
Rs.:   DEXTERA DOMINI FECIT VIRTUTEM.   "Gottes Rechte verlieh Kraft"
Ein Globus auf einer Muschel schwimmt im Meer. Darauf steht ein Adler. Aus Wolken ragende Hände
halten mit ihren Schwertern eine Krone über dem Adler. Darüber scheint die Sonne.
Es existiert auch eine Variante ohne Goldenem Vlies.


Dukat 1673 Danzig.   Ø mm, ca.3,5 g.   Gum.1981; Kopicki 7682; H-Cz.2383; Friedb.32.
Vs.:   MON᛫AUREA CIVITAT GEDANENS᛫1673  -  Stadtwappen von 2 Löwen gehalten.
Unten D - L (Daniel Lesse, Münzmeister).

Rs.:   MICHAEL DG REX - POL᛫MDL R᛫P
Gekrönte, drapierte und gepanzerte Büste nach rechts mit Ordenskette und dem Goldenen Vlies.
Dieser Dukar wurde 1670-73 geprägt, auch ohne Goldenem Vlies.

Ein Taler 1671 von Elbing zeigt das Goldene Vlies, abgebildet von Davenport unter Dav.4365.

Johann III. Sobiesky, 1674-96
Johann war ein polnischer Adeliger, Staatsmann, Militärführer und ab 1674, als König von Polen und Großfürst von Litauen, der gewählte Regent des Staates Polen-Litauen, aus dem Adelsgeschlecht der Sobieskis. Er gilt als der Retter Wiens während der Belagerung durch die Türken 1683. Mitglied des Ordens vom Goldenen Vlies wurde er aber nicht.
Nach dem Tode Johanns bewarben sich viele Kandidaten um den Thron. Die Wahl fiel schließlich auf Friedrich August der Starke, Kurfürst von Sachsen, siehe weiter unten.

Sachsen

Georg der Bärtige, Hzg. von Sachsen 1500-39
Als überzeugter Katholik strebte Georg Reformen im Rahmen der alten Kirche an. Zur Abstellung von Mißständen veranlasste er Visitationen kirchlicher Einrichtungen. Gegen den Widerstand des Merseburger Bischofs ermöglichte Georg Martin Luther die Teilnahme an der Leipziger Disputation (1519), an der er selbst teilnahm. Doch Luthers Gedanken lehnte Georg entschieden ab und bekämpfte von nun an energisch die Reformation in seinem Land. Den Bauernaufstand 1525 hielt er für eine direkte Folge von Luthers Lehren.
Georg erhielt 1531 den Orden vom Goldenen Vlies, mit dem er sich auf seinen Talern ab 1534 zeigt.


Guldengroschen (Taler), 1534, Buchholz.     Ø 39 mm.   Schnee 78; Keilitz 130.5; Dav.9720,
eine Gemeinschaftsprägung mit Kurfürst Johann Friedrich I. der Großmütige.

Vs.:   IOANnesFR - RIdericus·ELE - Ctor·DVX·SA - Xoniae·FIeri·FEciT
Wäppchen in der Umschrift:
Kursachsen (oben), Mgft. Meißen (rechts), Hzm. Sachsen (unten), Lgft. Thüringen (links).
Brustbild Johann Friedrichs im Kurornat mit geschultertem Kurschwert nach rechts.

Rs.:  GEORGIus - DVX·SAX - Oniae·FIeri·FEcit· - ANno·1534  (Mz. = Münzmeister Wolf Hühnerkopf)
Wäppchen in der Umschrift:
Hzm. Sachsen (oben), Mgft. Meißen (rechts), Pfgft. Sachsen (unten), Lgft. Thüringen (links).
Büste Georgs ohne Bart nach links, Ordenskette mit Vliesorden auf der Brust.

Nach dem Tod seiner Frau Barbara (1534), einer polnischen Königstochter, ließ sich Georg als Zeichen seiner Trauer einen Bart wachsen.


Guldengroschen (Taler), 1536, Annaberg.    Ø 39mm.   Schnee 72; Keilitz 128; Dav.9721.
Vs.:   IOHANnesF - RIdericus·ELECtor· - DVX·SA - Xoniae·FIeri·FEcit
Brustbild Johann Friedrichs im Kurornat mit geschultertem Kurschwert nach rechts.
Rs.:  (Mz.) GEORgius - DVX·SA - Xoniae·FIEri·Fecit· - Anno·1536  (Mz. = Münzmeister Wolf Hühnerkopf)
Büste Georgs mit Vollbart nach links, Ordenskette mit Vliesorden auf der Brust.

Sachsen-Polen
Nach dem Tod Johanns III. Sobieski 1696 bewarben sich mehrere Kandidaten um die polnische Königskrone, darunter vier deutsche Reichsfürsten.

August der Starke
Friedrich August I., 1694-1733 Kfst. von Sachsen sowie August II., 1697-1733 Kg. von Polen
1697 wurde der sächsische Kurfürst Friedrich August I. zum König von Polen gewählt und in Krakau als August II. gekrönt. Kurz vor der Wahl war August zum katholischen Glauben übergetreten. Das brachte ihm 1697 auch die Aufnahme in den Orden vom Goldenen Vlies. Dieser Orden wurde aber weder in Sachsen noch in Polen auf seinen Münzen abgebildet. 1702 erhielt er den dänischen Elefanten-Orden. 1705 restaurierte der in Bedrängnis geratenen König den polnischen Orden des Weißen Adlers, der sich danach zur höchsten Auszeichnung Polens entwickelte.

Ersatzweise ein Exkurs: dänischer und polnischer Orden


2 Dukaten 1702, Dresden, auf den Empfang des dänischen Elefantenordens.
Ø 24 mm, 6,97 g.  Friedb.2811.

Vs.:   AUGUSTUS II·D G· REX POL·&·EL·SAX  -  Kopf r. mit Lorbeerkranz, darunter die Signatur O.
Rs.:   Gekröntes, vierfeldiges Wappen (Polen/Litauen) mit kursächsischem Mittelschild auf dänischem Ordensstern, umher die Ordenskette (Türme und Elefanten als Glieder),
daran Elefant mit aufgesetzten Turm.


Taler o. J. (1705), Dresden, auf die Restauration des polnischen Ordens des Weißen Adlers.
Ø 46 mm, 29,09 g.   Schnee 1001; Kopicki 11142; Dav.-.

Vs.:   D·G·FRIDERICVS AVGVSTVS REX POLON·ET ELECT·SAXON
Geharnischtes Brustbild r. mit Lorbeerkranz, umgelegtem Mantel und Ordensband.
Rs.:  RESTAVRATOR ORDINIS AQVILÆ POLONICÆ  "Restaurierer des Ordens des polnischen Adlers"
Der Orden des Weißen Adlers an Band, in der Mitte Ordensstern mit Kreuz und der Aufschrift: PRO FIDE REGE ET LEGE "Für Glauben, König und Gesetz".
Friedrich August II., 1733-63 Kfst. v. Sachsen sowie August III., 1733-63 Kg. v. Polen
Er wurde 1721 in den österreichischen Zweig des Orden aufgenommen und wurde ausserdem Träger des dänischen Elefanten-Ordens.

Vikariatsmünzen 1740-41 und 1745


Dukat 1740, Dresden, auf das Vikariat.   Ø 21 mm, 3,48 g.   Kahnt 630; Schön 141; Friedb.2862.
Vs.:   *D.G·FRID·AUG·REX POLoniae·DUX SAXoniae·ARCHIMareschallus·& ELECTOR
Geharnischte Büste rechts, auf der Brust der Orden vom Goldenen Vlies, daneben Orden vom Weißen Adler.
Rs.:   *IN PROVINCIIS IVRis·SAXONici·PROVISOR & VICARIVS 1740
Nimbierter aber ungekrönter Doppeladler, darauf gekrönte Wappen Polen/Litauen, angehängt der polnischen Ordens des Weißen Adlers, gekröntes Herzwappen Sachsen.
Übersetzung über beide Seiten: "... Kg. von Polen, Herzog von Sachsen, Erzmarschall und Kurfürst, Reichsvikar in den Ländern des sächsischen Rechts"
Nach dem Tod von Ks. Karl VI. 1740 hatten sich die Kurfürsten Karl Albrecht von Bayern und Karl III. Philipp von der Pfalz zu Vikare erklärt.
Dieser Dukat wurde nochmal 1745 geprägt anlässlich des Vikariats nach dem Tod von Ks. Albrecht VII.


10 Dukaten 1741, Dresden, auf das Vikariat.   Ø 45 mm, 34,80 g.
Schnee 1031; Kahnt 634; Friedb.2863.   Geprägt mit den Stempeln des Reichstalers 1741 (Dav.2669).

Vs.:   *D·G·FRID·AUG·REX POL·DUX SAX·ARCHIMARESCHALL·& ELECT·
Der geharnischte Kurfürst mit Schwert reitet r., Orden vom Goldenen Vlies und vom Wießen Adler.
Rs.:   *IN PROVINCIIS IUR·SAXON·PROVISOR ET VICARIUS·1741·  -  Unter einem Baldachin auf einem Stufenpodest ein mit Doppeladler verzierter Thron, auf dem Zepter und Reichsapfel liegen.


Taler 1745, Dresden, auf das Vikariat.   Ø 45 mm, ? g.   Schnee 1031; Kahnt 632; Dav.2668.
Vs.:   *D.G.FRID:AUG:REX POLoniae·DUX SAXoniae:ARCHIMARESCHALLus·ET ELECTOR
Geharnischte Büste rechts, auf der Brust der Orden vom Goldenen Vlies, daneben Orden vom Weißen Adler.
Rs.:  *IN PROVINCIIS IVRis:SAXONici:PROVISOR ET VICARIVS·1745  -  Doppeladler usw. wie vor.
Dieser Vikariat-Taler wurde auch mit der Jz. 1740 geprägt.


Banco-Taler 1754, Leipzig, für Polen.   Ø 42 mm, ? g.   Schnee 1037; Kopicki 2134; Dav.1617.
Vs.:   D·G·AVGVSTVS·III·REX·POLONIARUM  -  Gekrönte Büste in Rüstung, Vliesorden am Band.
Rs.:   SACri·ROMani·IMPerii·ARCHIMareschallus·ET ELECTor·1754·  -  Gekrönte Wappen Polen/Litauen zwischen Palmenzweigen, unten E.D.C. (Ernst Dietrich Croll, Münzmeister in Leipzig 1753-57).


Reichstaler 1757, Dresden.   Ø 43 mm, ca.29 g.   Schnee 1045; Dav.2674.
Ausbeute der sächsischen Gruben während der Okkupation durch Brandenburg-Preussen.

Vs.:   D:G:FRID:AUGUST:REX POL:Dux:Saxoniae:Iuliaci:Cliviae:Montium:Angariae:&Westphaliae:
Geharnischte Büste rechts, Goldene Vlies am Band. Variante ohne Locke unter dem Abschnitt.
Rs.:   SAC:ROM:IMP:ARCHIM:ET:ELECTOR∙1757  -  Die verzierten Wappen von Polen/Litauen und Sachsen aneinander gelehnt, darüber Krone. Unter dem Wappen: Monogramm FR (Fridericus Rex, für König Friedrich II. den Großen von Preußen), I.D.B. (Johann David Billert, Münzmeister in Dresden 1756-60) und
DER SEEGEN DES BERGBAUES.
Es ist erstaunlich, dass für die vergleichsweise geringe Prägemenge von 6.478 Stück drei Stempelpaare eingesetzt worden sind. Das zeigt, welche Sorgfalt auf diese besonderen Münzen verwendet wurde. Entgegen der sonstigen preußischen Manipulationspraxis an sächsischen Münzen, ist hier der alte Reichsmünzfuß exakt eingehalten worden.


Groschen (2 Gulden, 2 Zlote) 1760, Danzig.   Ø 41 mm, 14,07 g.   Dav.
Vs.:   MON·ARGENT·CIVITAT·GEDANENSIS·1760  -  Zwei Löwen halten das Stadtwappen, darunter die Signatur *R·E·Œ* (Rudolph Ernst Oeckermann, Münzmeister in Danzig 1760-66), oben Kranz mit Palm- und Lorbeerzweig.
Rs.:   D·G·AVGVSTVS·III·REX·POLONIARVM  -  Gekröntes und geharnischtes Brustbild Augusts III. r. mit umgelegtem Mantel und Orden vom Goldenen Vlies.


Taler 1762, Dresden. Probe.   Ø mm, 26,76 g.   Schnee 1046; Kahnt 540; Dav.-.
Vs.:   D:G:FRID:AUGUSTUS REX POL:EL:SAX:  -  Gekröntes und geharnischtes Brustbild r. mit umgelegtem Mantel und der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies
Rs.:   Gekröntes, vierfeldiges Wappen (Polen/Litauen) mit dem gekrönten kursächsischen Wappen als Mittelschild, umher Palmzweige, unten die Jahreszahl 1762.
Friedrich August III., 1763-1806 Kfst. von Sachsen, sowie
1806-27 Kg. Friedrich August I. von Sachsen
Er folgte bereits im Kindesalter seinem Vater Kfst. Friedrich Christian von Sachsen. Bis zum Erreichen der Volljährigkeit im Jahre 1768 fungierte sein Onkel Prinz Franz Xaver als vormundschaftlicher Administrator. Friedrich August wurde 1791 zum König von Polen gewählt, amtierte jedoch nur von 1807 bis 1815 als Herzog von Warschau. 1806 stellte er sich während der Napoleonischen Kriege auf die Seite Frankreichs, wofür er von Napoleon zum König von Sachsen erhoben wurde. 1819 wurde er in dem Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen.

Ausbeutekonventionstaler 1824.   Ø 37 mm, g.   Thun 302: AKS 27; J.35.
Vs.:   FRIEDR.AUGUST KOENIG V. SACHSEN   -   Büste links mit Orden vom Goldenen Vlies.
Rs.:   ❖DER SEGEN DES BERGBAUES❖ / ZEHN EINE Feine. Mark.
Gekrönte Wappen von Sachsen zwischen Jz. 18 - 24.

Rietberg

Johann III. von Ostfriesland, 1618-25 Graf von Rietberg
Johann III. aus dem Hause Cirksena was der jüngere Bruder des Grafen Enno III. von Ostfriesland. Er begründete die katholische Nebenlinie der Cirksena in der westfälischen Grafschaft Rietberg. Er heiratete 1601 die ebenfalls katholisch gewordenen Sabina Catharina, Erbin der Grafschaft Rietberg, die 1618 bei der Geburt ihres elften Kindes starb. Sie machten die Reformation in Rietberg wieder rückgängig. 1618 erhielt Johann den Orden vom Goldenen Vlies.


Doppelter Reichstaler 1621.   Ø 44 mm, 63,23 g   Dav.7319, Unikum.
Vs.:   IOAN·COmes.ET·Dominus - FRrisiae·ORientalis·ET·RITPerg·
Dreifach behelmtes Wappen, mit der Vliesordenskette behangen.
Rs.:   FERD·II·D·G·ELector·RO·IM·SEM·AVG·
Gekrönter Doppeladler mit dem Reichsapfel auf der Brust, im Feld verteilt 1 - 6 / 2 - 1.

Württemberg

Karl Alexander, 1733-1737 Herzog von Württemberg
Karl Alexander (*1684) war als erfolgreicher Heerführer in kaiserlichen Diensten 1712 zur katholischen Konfession übergetreten. Im spanischen Erbfolgekrieg kämpfte er an der Seite von Prinz Eugen von Savoyen. 1721 wurde er mit dem Vliesorden bedacht. 1733 folgte er seinem Cousin Eberhard Ludwig als 11. Herzog von Würtemberg. Auch danach blieb er für Habsburg aktiv. Als er unerwartet 1737 starb war sein Sohn und Nachfolger Karl Eugen noch minderjährig.

30 Kreuzer 1735 FB, Stuttgart.   Walzenprägung. Ø 29-30 mm, ca.7,2 g.   Klein/Raff 194.
Vs.:   CAROL ALEX: - D:G:DUX WUR&Teck  -  Geharnischte Büste rechts mit Ordenskette.
Signatur S (Christoph Schmelt, Stempelschneider) am Armabschnitt

Rs.:   30 KREUTZER - LANDMUNZ  -  Feld wie nachfolgend.


Karolin 1735 FB, Stuttgart.   Ø 26 mm, 9,36 g.   Klein/Raff 164; Friedb.3589.
Vs.:   CAROL:ALEX: - D:G.DUX WURT&T  -  Geharnischte Büste rechts mit Ordenskette.
Rs.:   ·PER ARDUA - VIRTUS·   "durch mühsame Tugenden"
Auf gekröntem Mantel das quadrierte Wappen (oben: Teck/Reichssturmfahne; unten: Mömpelgard{Fische}/Heidenheim{Heidenkopf}) mit Herzwappen Württemberg (Hirschstangen) und umgehängter Ordenskette. Unten Jz. und Münzmeisterzeichen .17F - B35.
Der 1726 in Bayern eingeführte Karolin sollte 9,7 g wiegen, 7,5 g Gold enthalten und 10 Gulden gelten.


Dukat 1736.   Ø 21 mm, 3,48 g.   Ebner 83; Klein/Raff 187; Friedb.3587.
Vs.:   CAROL:ALEXAND:D.G.DUX WUR&T  -  Geharnischte Brüste mit umgehängtem Vliesorden.
Rs.:   ·DUCatus: - AUREUS - WURTEM - BERG:17 -36
Auf einem Strahlenkreuz der ovale Schild mit den Hirschstangen, umgeben von vier Wappenschildchen unter Fürstenhut, dazwischen die Monogramme CA.
Mit diesen Dukaten sollte demonstriert werden, dass Karl Alexander neben Massen von Karolinen und ihrer Teilstücke - deren Auflage in die Hunderttausende gehen - auch guthaltige Goldmünzen prägen ließ. Die Auflage dieser sehr viel feiner und eleganter im Stempelschnitt geprägten Dukaten dürfte jedoch nur wenige Hundert Stück betragen haben.

Karl Eugen, 1737/44-1793 Herzog von Württemberg
Karl Eugen (*1728) folgte seinem 1737 verstorbenen Vater Karl Alexander erst 1744, als er 16 Jahre alt war und auf Fürsprache von Friedrich dem Großen für Volljährig erklärt wurde. An den Hof in Berlin war Karl Eugen 1741 zur Weitererziehung geschickt worden, nachdem er 11-jährig 1739 den Orden vom Goldenen Vlies zugesprochen bekam und der regierende Vormund den wachsenden Einfluss Karl Eugens Mutter und Wiens befürchtete.
Am Anfang seiner Regierung zeigte sich Karl Eugen als verschwenderischer Lebemann. Später entwickelte er sich zum sorgenden Landesvater. Er hatte keinen Erben, aber 77 natürliche Söhne.


Reichstaler 1744, Stuttgart.   Ø 40 mm, 29,06 g.   Ebner 6; Klein/Raff 261; Dav.2857A.
Vs.:   CAROLVS D G - DVX WURT & T  -  Geharnischte, drapierte Büste mit Vliesorden und Zopfschleife r., am Armabschnitt V S (Veit Schrempf, Stempelschneider).
Rs.:   PROVIDE ET - CONSTANTER  "Fürsorglich und beharrlich"
Gekröntes und reich verziertes ovales Wappen halb umgeben von der Kette des Jagdordens mit Stern, darunter S.S. (Simon Schnell, Münzmeister) / 17 - 44.


Dukat 1790, Stuttgart.   Ø 23? mm, 3,47 g.   Ebner 269; Klein/Raff 357; Friedb.3601a.
Vs.:   CAROLVS D.G.DVX WIRT.&T.  -  Altersporträt rechts, im Mantel mit Vliesorden an der Schnur.
Rs.:   PROVIDE ET - CONSTANTER  -  Gekrönte, seitlich eingebuchtete Wappenkartusche mit Schild sowie der umgelegten Kette des Jagdordens, zu den Seiten die Initialen F.H. - C.H. des Wardeins
unde des Münzmeisters Friedrich bzw. Christian Heuglin.

Ludwig Eugen, 1793-1795 Herzog von Württemberg
Ludwig Eugen (*1731) folgte 1793 seinem Bruder Karl Eugen auf den Herzogsthron. Beide waren 1741 als Minderjährige am preußischen Hof. 1743 erhielt Ludwig Eugen das Kommando über ein Regiment in Preußen. 1749 trat er in den militärischen Dienst von Ludwig XV. von Frankreich und 1757 kam er zum österreichischen Heer. Zum Amtsantritt in Württemberg erhielt er 1793 den Vliesorden. Nach Ludwig Eugens Tod folgte ihm 1795 sein jüngerer Bruder, der nicht Träger des Vliesordens wurde.


Dukat 1794.   Ø 20? mm, 3,52 g.   Ebner 1; Klein/Raff 454a; Friedb.3604.
Wie nachfolgend.

Konv.-Taler 1794, Stuttgart.   Ø 39,5-41 mm, 28,03 g.   Klein/Raff 455; Dav.2872.
Vs.:   LUDOV.EUGEN.D.G.DUX WIRTEMB & T
Brustbild rechts, mit Perücke, Uniform, Jagdorden und Vliesorden.
Rs.:   PRO MAXIMA DEI GLORIA ET BONO PUBLICO.
"Für die größte Ehre Gottes und das Wohl des Volkes"
7 feldiges Wappen, umlegt die Ketten vom Jagdorden und vom Goldenen Vlies. Unten bei der Jahreszahl
die Initialen F.H. - C.H. des Wardeins bzw. Münzmeisters Friedrich und Christian Heuglin.
Das Wappen ist vermehrt um die Felder 4 (Limpurg) und 6 (Justingen).

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